Athlete Juli 14, 2009
Posted by amyrovig in Cambridge, Live & in Farbe, Musik.Tags: Athlete, Cambridge, Junction, Kamera, Konzert, Video
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You’ve got wires going in
You’ve got wires coming out of your skin
Jedes Mal, wenn ich auf ein Konzert gehe, möchte ich am liebsten meine DSLR mitnehmen. Mein Freund rollt dann immer mit den Augen, weil die damit verbundene Alkoholaufnahme sich nicht mit einer teuren Spiegelreflexkamera verträgt. Weil ich aber doch ein Fünkchen Verstand besitze, nehme ich statt dessen meine kleine Kompaktkamera mit, die zwar unheimlich Batterien frißt, aber sehr schöne Videos macht.
Gestern habe ich sie auch wieder mitgenommen, als wir zu einem Konzert von der Band Athlete gegangen sind. Darauf hatte ich mich schon seit Wochen gefreut. Nicht nur der Band wegen, auch weil Gigs in kleinen Hallen eine Initimät aufweisen, die in den großen Konzerthallen zwangsläufig abhanden kommt.
Der Weg zur Junction, wo das Konzert statt fand, war beschwerlich. Offiziell kommen die Busse alle 10 Minuten, aber die Realität sieht in dieser verhältnismäßig kleinen Stadt oft schockierend anders aus. Vielleicht bin als Berliner nur verwöhnt, jedenfalls dauerte es geschlagene 40 Minuten, bis wir endlich im Bus saßen, um dann in 15 Minuten am Zielort zu sein.
Einlaß war um 19 Uhr und nach zwei mehr oder minder interessanten Vorbands, betraten Athlete so gegen 21.30 Uhr die Bühne. Mit gezückter Bierdose drängelten wir uns in die vierte Reihe vor und genossen die Atmosphäre. Ich fands toll, auch wenn mein Freund später sagte, dass er die vier schon einmal lebhafter erlebt hatte (und meine Kollegin zuvor sogar behauptet hatte, dass die Band live ganz und gar langweilig ist).
Als letztes Lied der Zugabe kam dann endlich “Wires”** — mein Lieblingslied. Dem Publikum nach zu urteilen, war ich nicht einzige, die sehnsüchtig auf den Song gewartet hatte. Leider hatte ich an diesem Punkt schon bemerkt, dass ich zwar für frische Batterien in meiner Kamera gesorgt, jedoch die Photokarte vergessen hatte. Das bedeutete, dass mein interner Speicherplatz für ganze 11 Sekunden Videoaufnahme reichte. Eine bittere Pille für einen, der so viel so gerne festhalten möchte.
Auf der anderen Seite musste ich mir dann keine Gedanken über eine ruhige Hand machen, oder darüber, dass mein schrecklicher Singsang auf der Aufnahme zu hören sein könnte. Ich konnte mich fallen lassen und mit den Hundert anderen um mich herum jede einzelne Zeile mitsingen.
**) “Wires” wurde von der Band Anfang 2005 als Leadsingle ihres zweiten Albums “Tourist” ausgekoppelt und erreichte Platz 4 in den UK Single Charts. Das Lied handelte von Tochter des Leadsingers Joel Pott, die als Frühgeburt auf die Welt gekommen war.
Du hast Kabel, die in dich reinführen
Du hast Kabel, die aus deiner Haut kommen
Du weinst Tränen, die Spuren hinterlassen
Ich weine Tränen, die Angst vor den Tatsachen haben
Rennen, entlang der Korridore, automatische Türen
Muss zu dir gelangen, muss irgendwie durchhalten
Ich spüre die Hoffnung, in einem Plastikkasten
Ich habe die Weihnachtslichter, als Reflektion in deinen Augen gesehen
Du hast Kabel, die in dich reinführen
Du hast Kabel, die aus der Haut kommen
Da ist Blut, an deinem Handgelenk
Dein trockenes Blut auf meiner Fingerspitze
Rennen, entlang der Korridore, automatische Türen
Muss zu dir gelangen, muss irgendwie durchhalten
Die erste Nacht deines Lebens, zusammengerollt und ganz allein
Wenn ich dich jetzt ansehe, man würde es nicht glauben
Ich sehs in deinen Augen, ich sehs in deinen Augen
Du wirst Ok sein
Ich sehs in deinen Augen, ich sehs in deinen Augen
Du wirst Ok sein
Wer das Lied jetzt gerne mal hören möchte, kann das unten einmal tun …








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